Willkommen im Deutschen Erdölmuseum Wietze

Am Südrand der Lüneburger Heide befindet sich eines der interessantesten Erdölfelder in Deutschland. Die Wietzer Bauern schöpften nachweislich schon im 16. Jahrhundert das Erdöl aus so genannten Theerkuhlen und verkauften es als Schmier- und Heilmittel. 1858/59 brachte der Geologe Konrad Hunäus hier eine der weltweit ersten ölfündigen Bohrungen nieder. Damit begann die industrielle Erdölförderung in Wietze, die über 2.000 Bohrungen und ab 1918 auch ein Erdölbergwerk entstehen ließen. Das gesamte Dorf wurde auf die Erdölindustrie ausgerichtet mit einem Bahnhof, einem Hafen, einer Raffinerie, zahlreichen Betriebs- und Verwaltungsgebäuden, Direktorenvillen, Arbeitersiedlungen, Öltanks …1963 wurde die Erdölförderung in Wietze eingestellt, doch bis heute sind noch überall Spuren der Erdölindustrie zu entdecken.
Das Deutsche Erdölmuseum wurde 1970 auf einem Teilstück des ehemaligen Ölfeldes eingerichtet. Damit ist es das älteste Erdölmuseum der Welt.