Geschichte des Museums
Das Museum befindet sich auf dem ehemaligen Wietzer Ölfeld. Die Wietzer Bauern gewannen hier schon in der frühen Neuzeit Öl aus Teerkuhlen, das sie als Schmier- und Heilmittel verkauften. Die industrielle Förderung begann 1858/59 mit einer der weltweit ersten erdölfündigen Bohrungen (Hunäus-Bohrung). 1918 erschloss die Deutsche Erdöl Aktiengesellschaft (DEA) mit einem Schachtbetrieb die bergmännische Förderung von Ölsand und Sickeröl aus einer Teufe von etwa 300 m. 1963 endete die Erdölförderung in Wietze.Am 1.9.1970 öffnete das Erdölmuseum Wietze auf einem ehemaligen Fördergelände der Deutschen Erdöl-Aktiengesellschaft DEA (damals Deutsche Texaco Aktiengesellschaft) seine Pforten. Das 11.000 m2 große Freigelände wurde als Teil des Erdölgebietes Wietze so erhalten, wie es bis 1963 in Betrieb war. In einem 55qm großen Ausstellungsraum konnten sich die Besucher anhand von Modellen und zahlreichen Fotos über die Geschichte des Erdölfeldes Wietze, die geologischen Grundlagen, verschiedenen Bohr- und Fördertechniken, sowie die Verarbeitung und Verwendung von Kohlenwasserstoffen informieren.
Eine Professionalisierung des Museumsbetriebes setzte 1987/88 mit der Gründung des Fördervereins ein. 1988 wurde mit ersten Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen begonnen (Vergrößerung des Geländes auf 20.000 m2). In diesem Zusammenhang steht auch die Umbenennung des Museums in "Deutsches Erdölmuseum in Wietze" durch den Rat der Gemeinde Wietze im November 1989. Der Förderverein wandelte sich 1991 in einen Trägerverein und realisierte den umfassenden Neubau des Museums in drei Bauabschnitten: 1992 wurde der Mittelbau fertig gestellt, 1996/97 die neue Ausstellungshalle (Eröffnung der Dauerausstellung am 28.2.1997) und 2003 der Verwaltungsanbau.
Seit 1995 gibt es eine hauptamtliche Museumsleitung.